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Seit langer Zeit kreist ein Gedanke um mich wie ein wabernder Nebel. Der Nebel wurde dichter, als ein sehr guter Mensch durch den Tod aus meiner Nähe gerissen wurde. Damals erkannte ich, daß ich etwas nicht getan habe, was ich nunmehr vermissen würde: Mit ihm zu reden, diskutieren, Weltanschauungen vergleichen.
Ich war damals vierzehn, glaube ich. Mein Cousin kam bei einem Autounfall ums Leben. Ein hervorragender Mensch, den viele Menschen bis heute vermissen.
Damals fragte ich: Warum?
Mein Interesse begann umzuschwenken auf Themenbereiche wie Literatur, Religionen, Philosophie und später Anthropologie, Philologie und Psychologie.
All das half mir nach und nach meinen Weg zu finden. Um mir ein umfassenderes Spektrum zu ermöglichen, nahm mein Interesse an Medizin und Physik zu. Besonders Bereiche der Pathologie im medizinischen erregten mein Interesse. Bis heute, habe ich meine Fragen nicht klären können, doch habe ich eines erfahren: sie werden sich nie klären.
Dies machte das Leben im allgemeinen für mich interessant. Ich wollte lieben und wiedergeliebt werden.
Und es wurde mir ermöglicht ...
Ich erkannte, daß man allein nicht wichtig ist. Es zählt nicht wer Du bist, sondern wer Du für andere bist. Sei ein gütiger und liebevoller Partner, so wird es Dir vergolten werden ...
Trist und düster erscheint uns die Einsamkeit. Nicht, weil der Mensch eigentlich ein Herdentier ist, sondern weil der Mensch als das fantasievolle Wesen, das er ist sich in einem Räderwerk wähnt. Es ist ihm wichtig ein besonderer Teil dieses Räderwerkes zu sein. Jeder Mensch möchte das. Kein Mensch möchte ins leere greifen ... jeder möchte auf die eine oder andere Weise ein anderes Rad ansteuern und beeinflussen, auf daß sich das ganze Räderwerk am Ende auf Grund des kleinen Rades bewege. Auch ich denke in gewisser Weise so ...
Vorbilder und Idole hatte ich nie. Es lohnt sich nicht ... Ein Idol zu haben, kommt in meinen Augen Speichelleckerei gleich. Jemandem zu Kreuze zu kriechen, ist für mich ein Gedanke, der mich mit Ekel erfüllt.
In allem was ich je lernte und erfuhr, versuchte ich Schlüsse zu ziehen. So war an Sokrates für mich stets interessant, daß er brillianter Philosoph ("Ich weiß, daß ich nichts weiß."), begeisterter Soldat und unterdrückter (und doch liebender) Ehemann war (Xanthippe).
Nietzsches Ideen und Ansichten begeisterten mich ... auch wenn ich nicht alles Teilen kann.
Kants kathegorischer Imperativ wirkte sich recht deutlich auf mein Handeln in vielen Dingen meines Lebens aus.
Sunzis "Kunst des Krieges" ist ein Werk, das viele meiner Ansichten merklich konkretisierte.
Klassische Musik, zeigt mir die Vielschichtigkeit menschlichen Einfühlungsvermögens und hilft den Kristall, durch den ich die Welt betrachte immer wieder zu enttrüben.
Heavy-, Speed-, Thrash-, Death-, Melodic-, Nu- und Gothic Metal helfen mir genauso meine Gefühle zu kanalisieren, wie Jazz, Dance, Pop (aber nur manches) und Rock.
In der Musik, die ich mag, drückt sich auch mein Charakter aus ... ich liebe Musik mit Herz und Gefühl. Emotionen sollen für mich durch Musik hervorgerufen werden. Sei es nun Hass, Leid, Zorn, Romantik, Liebe, oder Letargie. Ich habe keinen Bezug zu Musik, die in meinen Augen "gefühlsarm" ist. Dazu gehören Schlager, Musikanten-Stadl-Volksmusik und viele, ja die allermeisten Rap und Hip-Hop "Sachen".
Das "Echte" zählt für mich in jeder Hinsicht ...